Wie die Stiftung Rundblick Lesotho langfristig verändert
Ein Jahr nach Projektstart: Mehr als nur Strom – ein Schritt in die Unabhängigkeit
Vor einem Jahr begann die Stiftung Rundblick mit der Verteilung von Solarsystemen in Lesotho. Heute ist klar: Dieses Projekt hat nicht nur Licht in dunkle Hütten gebracht, sondern auch Hoffnung, Sicherheit und neue Möglichkeiten für Tausende Haushalte geschaffen. Der aktuelle Abschlussbericht (Februar 2025 – Januar 2026) zeigt: Die Wirkung ist messbar – und sie wächst weiter.
Was hat sich verändert? Die Ergebnisse im Überblick
1. Sicherheit und Gesundheit: Ein Leben ohne Kerzen und Paraffin
In Lesotho sind Brände durch Kerzen und Kerosinlampen eine ständige Gefahr. Durch die Solar-Home-Systeme (SHS) und Solarleuchten der Stiftung Rundblick können Familien nun sicher und gesund leben:
- Kein Rauch mehr in den Häusern – besonders für Frauen und Kinder, die früher den giftigen Dampf einatmeten.
- Keine Brandgefahr durch offene Flammen.
- Mehr Sicherheit in der Nacht, da Diebe und wilde Tiere durch die Beleuchtung abgeschreckt werden.

Junger Masotho beim Laden eines Mobiltelefons
„Früher hatte ich Angst, wenn die Kinder abends noch lernen wollten. Jetzt können sie es tun – ohne dass ich mir Sorgen mache.“
– Eine Mutter aus einem abgelegenen Dorf in den Maloti-Bergen
2. Bildung: Lernen, auch wenn die Sonne schon untergegangen ist
Eines der größten Probleme in Lesotho war, dass Kinder nach Sonnenuntergang nicht mehr lernen konnten. Mit den Solarleuchten (Pro, Silver, Platinum) und den fest installierten SHS-Systemen hat sich das geändert:
- Längere Lernzeiten für Schüler:innen, die nun abends bei gutem Licht Hausaufgaben machen können.
- Bessere Noten, weil die Konzentration steigt.
- Mehr Chancen für die Zukunft, da Bildung der Schlüssel aus der Armut ist.
3. Kommunikation: Verbindung zur Welt
In einem Land, in dem Handys lebenswichtig sind – für Mobile Money, Notrufe oder den Kontakt zu Familienmitgliedern in Südafrika – war das Aufladen ein großes Problem. Die 6W- und 12W-Solarpaneele der Stiftung haben das geändert:
- Keine stundenlangen Wege mehr zu Ladestationen – die Menschen sparen Zeit und Geld.
- Schnelle Hilfe im Notfall, da Handys jetzt immer einsatzbereit sind.
- Wirtschaftliche Vorteile, da Mobile Money (z. B. für Schulgebühren oder Medikamente) nun einfacher genutzt werden kann.
4. Wirtschaftliche Entlastung: Geld, das jetzt für Wichtigeres ausgegeben wird
Familien in Lesotho geben einen großen Teil ihres Einkommens für Kerzen, Kerosin und Batterien aus. Durch die Solarsysteme sparen sie nun:
- Bis zu 10 Euro pro Monat – eine enorme Summe in einem Land, in dem viele von weniger als 1 Euro pro Tag leben.
- Mehr finanzielle Spielräume für Nahrung, Schulmaterial oder medizinische Versorgung.

Mobiltelefon an der solarbetriebenen Ladestation
Herausforderungen und Lösungen: Wie das Projekt gelungen ist
Die größten Hürden
- Schlechte Infrastruktur: Die Wege in die abgelegenen Dörfer sind oft unpassierbar, besonders in der Regenzeit.
- Geringes technisches Verständnis: Viele Nutzer:innen wussten zunächst nicht, wie sie die Solarsysteme richtig bedienen.
- Hohe Armut: Viele Haushalte konnten sich die Anschaffungskosten nicht leisten – daher war die kostenlose Verteilung durch die Stiftung entscheidend.
Wie die Stiftung Rundblick sie gemeistert hat
Logistik mit Allradfahrzeugen und lokalen Helfer:innen: Die Teams fuhren mit robusten Geländewagen in die Dörfer und trugen die Ausrüstung oft die letzten Meter zu Fuß.
Schulungen vor Ort: Jede Familie erhielt eine Einführung in die Nutzung, inklusive Tipps zur Wartung und Fehlerbehebung.
Monitoring und Nachsorge: Regelmäßige Besuche sicherten die Funktionsfähigkeit der Systeme und beantworteten Fragen.
Zahlen, die sprechen: Der Erfolg in Fakten
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Bereich |
Ergebnis (2025–2026) |
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Verteilte Solarsysteme |
Über 1.000 Haushalte in allen 10 Distrikten |
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Eingesparte Kosten |
~10 €/Monat pro Haushalt (Kerzen/Kerosin) |
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Lernzeitgewinn |
‚+2–3 Stunden abends für Schüler:innen |
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Sicherheit |
Reduzierte Brand- und Gesundheitsrisiken |
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Klimaschutz |
Weniger CO₂ durch Verzicht auf Kerosin |
Die Zukunft: Was als Nächstes kommt
Das Projekt war ein voller Erfolg – doch der Bedarf in Lesotho ist noch lange nicht gedeckt. Die Stiftung Rundblick plant daher:
- Ausweitung auf weitere Dörfer: Besonders in den Hochlandregionen, wo der Netzausbau unmöglich ist.
- Gemeinschaftliche Ladestationen: Für Dörfer, in denen viele Haushalte nah beieinander liegen.
- Langfristiges Monitoring: Um sicherzustellen, dass die Systeme jahrelang funktionieren und die Wirkung nachhaltig ist.
„Ohne die Stiftung Rundblick hätten wir diese Familien nie erreichen können. Jetzt wissen sie: Deutschland steht für Solidarität und echte Hilfe.“
– Dipl.-Ing. Michael Hönes, Projektleiter in Lesotho
Wie Sie helfen können
Die Stiftung Rundblick hat bewiesen, dass kleine Mittel große Wirkung entfalten. Doch um die Arbeit fortzusetzen, braucht es Ihre Unterstützung:
- Spenden für weitere Solarsysteme und Kochherde
- Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit, um mehr Menschen für das Projekt zu begeistern – weitersagen
Jeder Euro zählt. Mit nur 50 € kann ein Haushalt mit einer Solarlampe und Lademöglichkeit ausgestattet werden – und damit ein ganzes Leben verändern. Gern nehmen wir Ihre Spende entgegen – und geben sie garantiert im Sinn der Stiftung weiter. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns für nähere Informationen.
„Energie ist kein Luxus – sie ist ein Menschenrecht.“
– Im Geiste von Christian Koch, Gründer der Stiftung Rundblick


